Transitionsprozesse

In Deutschland besuchen viele Kinder eine Tageseinrichtung. Dieses ist für die meisten Kinder in ihrer Bildungsbiographie der erste außerfamiliäre Kontakt mit institutionellen Betreuungs-und Bildungseinrichtungen. Ein zweiter, ebenfalls sehr intensiver Kontakt mit einer Bildungseinrichtung ist der Besuch einer Grundschule.

Tageseinrichtungen bilden als institutionelle Betreuungs- und Bildungseinrichtung eine Schnittstelle zwischen Familien und Grundschulen. Transitionen, von den Tageseinrichtungen primär betroffen sind, ist neben der Eingewöhnung der Übergang in die Grundschule. Fokussierend auf letzteres lassen sich für Tageseinrichtungen Prinzipien und Aufgaben ableiten.

Im inneren System einer Tageseinrichtung lassen sich zwei Ebenen ableiten, auf denen Transitionsbegleitung zu verorten ist. Auf der Leitungs- bzw. Einrichtungsebene sind allgemeine Strategien, Zielsetzungen und Kooperationsformen beschreibbar, auf der Gruppenebene pädagogische Aktivitäten und Prozesse.

In beiden Fällen unterscheiden sich die Bezugssysteme (Familien-Tageseinrichtung und Familien-Tageseinrichtung-Grundschule) deutlich von einander. Für die Kinder bedeutet der Wechsel in ein anderes, neues System eine enorme emotionale und soziale Leistung, was besonders deutlich an den allgemeinen Diskussionen zur Eingewöhnung gerade jüngster Kinder zu sehen ist. In letzter Zeit lassen sich aber auch vermehrt Diskussionen über den Übergang von einer Tageseinrichtung in die Grundschule wahrnehmen, die nicht ausschließlich, wie es beispielsweise in einigen Bildungsvereinbarungen festgelegt ist,  auf die so genannten Vorläuferkompetenzen gerichtet sind, sondern vielmehr auf die Begleitung und Bewältigung sowie auf die Gestaltung des Übergangs zur Grundschule.

 

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Bernd Groot-Wilken/ Diplompädagoge  | public@groot-wilken.de